Codorníu

Die Wiege des Cava

Die Geschichte des Hauses Codorníu lässt sich bis ins Jahr 1551 zurückverfolgen, als ein gewisser Jaume Codorníu seinen Erben einen Weinkeller, eine Weinpresse sowie ein paar Weinfässer hinterließ und damit den Grundstein für eines der ältesten Familienunternehmen der Welt legte. Mitte des 19. Jahrhunderts sollte die Erfolgsgeschichte der Kellerei schließlich eine wesentliche Kursänderung erfahren als Josep Raventós, ein Nachfahre Jaume Codorníus, sah, wie sich die Haute Vollée in Barcelona, Paris, London und New York an Champagner berauschte. Er verspürte das dringende Bedürfnis, dem Champagner ein ebenbürtiges Produkt aus seiner Heimat gegenüberzustellen. Also versuchte er sich an einem in traditioneller Flaschengärung hergestelltem Schaumwein aus dem Rebgut seiner Weingärten.

Codorníu
Codorníu
Codorníu
Codorníu
Codorníu
Codorníu

Es brauchte eine Weile, bis er die richtigen Rebsorten, die ideale Komposition und die Geheimnisse der Flaschengärung ergründet hatte. 1872 war es aber schließlich soweit: Cava war geboren! Und Joseps Landsleute machten Cava Codorníu zu einem derartigen Erfolg, dass er wenig später den berühmtesten katalanischen Architekten seiner Zeit beauftragte, ihm eine große neue Weinkellerei mit riesigen Reifekellern zu bauen. Heute ist Codorníu Hoflieferant des spanischen Königshauses und die von Puig i Cadafalch 1895 fertiggestellte Weinkellerei sogar ein offizielles Nationaldenkmal und seit 1976 historisches u. architektonisches Kulturerbe.

Als Anna Codorníu, die letzte Nachkommin der Codorníu-Familie, 1659 den Winzersohn Miguel Raventós heiratete, änderte sich zwar der Name der Gründerfamilie, der Name der Kellerei hingegen blieb bestehen – und mit ihm das Streben nach Qualität und Innovation. Somit ist Anna de Codorníu Cava ein wenig mehr als die reine Hommage an die lange Tradition einer Dynastie, es ist vor allem Spiegelbild der bis heute treibenden Werte eines Familienunternehmens: Höchster Qualitätsanspruch, nachhaltiger Weinbau und stete Innovation. Und es verwundert nicht, dass Anna auch der erste Schaumwein ist, der mit Chardonnay-Trauben gekeltert wurde.

Das seit jeher familiengeführte Unternehmen besitzt mit einer Länge von fast 30 Kilometern den größten Weinkeller der Welt, ist mit über 3.000 Hektar Rebfläche der größte Weinbergbesitzer des Landes, Marktführer in Spanien und für die meisten Kenner auch der qualitative Primus der Branche.